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Linie 38: abwechslungsreiche Wegstrecke im Grünen
"Linie 38" bezeichnet die ehemalige Eisenbahnlinie, die das Herver Land durchquert und einst Chenée mit Bleyberg verband. Heute ist sie Teil des RAVeL-Netzes und gehört zu Belgiens schönsten Wegstrecken im Grünen, die ausschließlich den Wanderern, Joggern, Reitern und Mountainbikern zur Verfügung steht.
Die ehemalige Eisenbahnlinie Nr. 38 ist heutzutage den Wanderern, Joggern, Reitern und Mountainbikern vorbehalten. Sie hat auch noch ihren ursprünglichen Aschenbelag, der für Schuhe und Hufe sehr angenehm ist. Sie durchquert das Herver Land von Norden nach Süden und lässt den Besucher eine Gegend ergründen, in der es noch eine reiche Vielfalt an Landschaften, Pflanzen und Gebäuden gibt, alte Zeugen der Vergangenheit.
Die Linie 38 beginnt am ehemaligen Bahnhof von Herve, in dem heute das Haus des Tourismus im Herver Land sowie eine Gaststätte untergebracht sind. Sie führt Sie nach Thimister und Clermont-sur-Berwinne, einem der schönsten Dörfer Walloniens.
Die Trasse der Linie 38 führt dann an den Ort namens „Blockhouse“ vorbei und gelangt schließlich nach Froidthier. Dort überquert man die wunderschön nach alter Bauart renovierte Brücke „du Chaumont“ . Hier ist die Linie 38 jedoch noch nicht zu Ende. Sie führt weiter nach Aubel, wo eine Lokomotive auf dem ehemaligen Bahnhofsgelände thront.
Hinter Aubel führt die Linie 38 Sie zum alten ländlichen Bahnhof von Homburg, wo zahlreiche alte Wagons und Lokomotiven abgestellt sind.
Hier sei erwähnt, dass die Teilstrecke Montzen-Homburg 1999 von einem Privatmann, der Eigentümer des Bahnhofs von Homburg ist, wiederhergestellt wurde. Von Zeit zu Zeit machen hier einige Touristenzüge halt. Die Teilstrecke Homburg-Bleyberg hingegen führt Sie zum Bahnhof von Bleyberg und zu seinem alten Grubengelände.
Geschichtliches
Blicken wir zurück auf das 19. Jahrhundert ... Obschon die großen Städte Belgiens bereits seit 1842 an das Eisenbahnnetz angeschlossen waren, wurde erst 1869 das von der Privatgesellschaft der Eisenbahn des Herver Landes vorgeschlagene Projekt genehmigt, das darin bestand, eine Verbindung von Lüttich nach Battice herzustellen. Die erste Teilstrecke Chênée-Battice wurde am 25. Januar 1875 eingeweiht und zwanzig Jahre später durch den Abschnitt Battice-Bleyberg ergänzt. Dieser sollte die Beförderung der Kohle von Fléron nach Deutschland sowie der Nichteisenmetalle von Bleyberg zum Maasbecken ermöglichen. 1917, während des Ersten Weltkriegs, wurde eine 1,2 km lange Verbindung zwischen Homburg und Montzen gebaut, die den Anschluss an die neue Linie 24 ermöglichte. Dieser Teilabschnitt mit der Bezeichnung Linie 38/1 führte auch durch Hindel.
Die sehr harte Konkurrenz des Automobils bedeutete das Ende der ländlichen Eisenbahnlinien. Der Personenverkehr auf der Linie 38 wurde am 2. Juni 1957 eingestellt. Nach und nach wurde auch der Gütertransport aufgegeben. 1992 wurden die Gleise auf der Linie abgebaut. Seitdem ist diese Eisenbahnlinie quer durch das ganze Herver Land ein einzigartiger Seitenweg geworden, der ausschließlich den Fußgängern, Joggern, Fahrradfahrern und Reitern vorbehalten ist..

