Pays de Herve

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Sirup

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In mein Reisebuch 

Seine Geschichte 

Schon im 17. Jahrhundert stellten die Bauern des Herver Landes aus den Birnen und Äpfeln ihrer Obstgärten Sirup her. Sie produzierten ihn zum Eigengebrauch und für ihre Nachbarn. Der Hauptgrund dafür war, auch in Jahren, in denen es aufgrund von Frost keine Früchte gab, sowie außerhalb der Saison Früchte essen zu können. Zur damaligen Zeit gab es schließlich weder Kühlschränke zur Aufbewahrung der Früchte noch Lastwagen, um sie zu importieren. 

 

Seine Herstellung

  • Der Landwirt bringt seine Früchte zum Betrieb. Er schüttet sie in eine große Kiste, die "Pallox" genannt wird.
  • Anschließend werden die Kisten zur Sirupfabrik gebracht und die Kupferkübel mit Früchten gefüllt. Die Früchte werden mit Stiel, Schale und Krönchen während 10 bis 12 Stunden bei schwachem Feuer gekocht.
  • Dann schüttet der Siruphersteller die Früchte in die Presse. In der Regel schüttet er fünf Eimer Früchte hinein und deckt sie mit einer Schicht Jutestoff ab. Diesen Vorgang wiederholt er solange, bis die Presse ganz gefüllt ist. Diese Jutestoffsäcke dienen als Filter und lassen nur den Saft durchsickern, der dann in einem Behälter aufgefangen wird. Die Obstpulpe (Krönchen, Stiel und Schale) bleibt zwischen den Jutestoffsäcken hängen; sie findet als Viehfutter Verwendung.
  • Gegen 8 Uhr morgens wird der Saft in die ursprünglichen Tanks zurückgepumpt, wo er raffiniert wird (das im Saft noch vorhandene Wasser muss entfernt werden). Das wird erreicht, indem man ihn bei hoher Temperatur erneut zum Kochen bringt (120°).
  • Nach und nach wird der Saft dicker, er wird dunkler, und so entsteht der Sirup.
  • Dann wird der Sirup in eine Kühlanlage gegossen und umgerührt, bis er eine Temperatur von 50° erreicht hat.
  • Danach wird er in Töpfchen getan und zum Abkühlen auf Regale gestellt. Erst am folgenden Morgen kommen die Deckel auf die Töpfchen.

Der Siruphersteller muss während des ganzen Kochprozesses aufmerksam sein und oft die breiige Masse umrühren, damit die unteren Ablagerungen nicht anbrennen. Wird der Sirup nur eine Minute zu früh oder zu spät vom Feuer genommen, schon ist er zu flüssig oder zu dick.

 

Eine gute Saison (Arbeitsperiode) dauert ungefähr 2 Monate (15. September - 15. November); sie kann aber auch bei Spätfrost nur 10-12 Tage dauern. 


Seine Qualitäten

Für 1 kg Sirup werden 8 kg Früchte benötigt. Aus diesen 8 kg entstehen : 1 kg Sirup - 2-3 kg Obstpulpe - 4-5 kg Wasser (Verdampfung).

 

Dieses natürliche Produkt weist grosse Qualitäten vor : 

  • Verwendung von 80% Birnen und 20% Äpfeln von den hochstämmigen Bäumen des Herver Landes. Diese Früchte haben den erforderlichen Zuckergehalt. Sie werden auf keinen Fall mit chemischen Mitteln besprüht. Sie sehen zwar nicht so schön aus wie die Früchte der kurzstämmigen Obstbäume, haben dafür aber mehr Geschmack.
  • Keinerlei Farb- und Konservierungsstoffe und kein Zuckerzusatz.  Eine gute Saison (Arbeitsperiode) dauert ungefähr 2 Monate (15. September - 15. November); sie kann aber auch bei Spätfrost nur 10-12 Tage dauern.
  • Dieser traditionell hergestellte Sirup hält sich problemlos über 10 Jahre an einem trockenen Ort.

Das "Espace des Saveurs et Découvertes"

Im Haus des Tourismus, begegnen Sie Jean de Herve … ein adeliger Herr mit angenehmer Stimme, der Sie sein Land und dessen architektonische, kulinarische, ... Reichtümer entdecken lässt.

Kategorie
  • Marmelade / Honig

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